Berichte und Studien

Unabhängige Überprüfung Post-System 2019

Im Anschluss an die Offenlegung des Quellcodes im Februar 2019 haben Forschende erhebliche Sicherheitslücken am neuen, vollständig verifizierbaren System der Schweizerischen Post offengelegt. Eine der Sicherheitslücken betrifft die individuelle Verifizierbarkeit und damit das bisher eingesetzte System der Post. Dieses stand daher für die Volksabstimmung vom 19. Mai 2019 nicht zur Verfügung.

Die Bundeskanzlei hat in der Folge eine Standortbestimmung in Aussicht gestellt, in der unter anderem die Zertifizierungs- und Zulassungsprozesse überprüft werden sollen. Zudem hat die Bundeskanzlei eine unabhängige Überprüfung des individuell verifizierbaren Systems der Post in Auftrag gegeben. Die Bundeskanzlei publiziert hier die drei Schlussberichte der externen Experten.

 

Schlussbericht Locher, Haenni und Koenig

Mitglieder der E-Voting-Forschungsgruppe der Berner Fachhochschule BFH (Philipp Locher, Rolf Haenni, Reto E. Koenig): Prüfung der korrekten Umsetzung des kryptografischen Protokolls im Quellcode

 

Schlussbericht Teague und Pereira

Vanessa Teague (The University of Melbourne, Parkville, Australien) und Olivier Pereira (Université catholique de Louvain, Belgien): Prüfung des kryptografischen Protokolls und dessen Umsetzung anhand der Systemspezifikation 

 

Schlussbericht Oneconsult

Firma Oneconsult: Überprüfung der betrieblichen Sicherheitsmassnahmen der Post 

 

Expertengruppe Vote électronique (EXVE)

Am 5. April 2017 hat der Bundesrat die Bundeskanzlei beauftragt, eine Expertengruppe einzusetzen, um die Überführung der elektronischen Stimmabgabe (E-Voting) von der Versuchsphase in den ordentlichen Betrieb vorzubereiten. Die Expertengruppe elektronische Stimmabgabe legt in diesem Schlussbericht ihre Ergebnisse vor und kommt zum Schluss, dass in der Schweiz die Kenntnisse vorhanden und die prozessualen Voraussetzungen gegeben sind, um E-Voting als dritten ordentlichen Stimmkanal zu etablieren.


Berichte des Bundesrates

Der Bundesrat berichtet regelmässig über das Projekt Vote électronique. Seit der Lancierung des Projektes hat er drei Berichte und einen Zwischenbericht veröffentlicht. Am 14. Juni 2013 hat der Bundesrat den dritten Bericht zu Vote électronique verabschiedet.

Bericht 2013 

 

Bericht 2006 

 

Zwischenbericht 2004 

 

Bericht 2002 

 

Von der Bundeskanzlei in Auftrag gegebene Studien

Studie zu verifizierbaren Vote électronique-Systemen 2011 

 

Im Jahr 2011 hat die Bundeskanzlei der Berner Fachhochschule (BFH) den Auftrag erteilt, eine Studie zu verifizierbaren Vote électronique-Systemen zu erarbeiten. Die Bundeskanzlei hat die Studie heute veröffentlicht. Die Vorschläge der BFH, welche aufgrund der aktuellen Rahmenbedingungen nur längerfristig umgesetzt werden können, werden in die laufende Weiterentwicklung von Vote électronique einfliessen.

https://www.bk.admin.ch/content/bk/de/home/politische-rechte/e-voting/berichte-und-studien.html