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Klima und Ökosysteme

Die Szenarien zeigen, dass die Schweiz – insbesondere in den alpinen Regionen – überdurchschnittlich stark von den Folgen des Klimawandels betroffen ist. Gleichzeitig wird deutlich, dass zunehmende Investitionen in Anpassungsmassnahmen erforderlich sind und ein Zusammenbruch regionaler Ökosysteme gravierende Auswirkungen haben kann.

Reduktion der Treibhausgasemissionen

Die Szenarien halten fest, dass die Schweiz und namentlich die alpinen Gebiete überdurchschnittlich von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. In allen Szenarien häufen sich die Extremwetterereignisse, es kommt zu Überschwemmungen mit grossen Sachschäden im Mittelland und Hangrutschen, welche zur Evakuierung von Bergdörfern führen. Anhand des extremen Einflusses «Überschreiten der Kipppunkte des Klimasystems» wird ersichtlich, dass die Auswirkungen derart gravierend sein können, dass auch die Versorgungssicherheit der Schweiz bedroht wird. Es ist daher im Interesse der Schweiz auf die Reduktion der Treibhausgasemissionen bzw. die Erreichung des 2-Grad-Ziels bis zum Jahr 2100 hinzuwirken, um eine zusätzliche Verschärfung des Problems zu verhindern. Dies muss einerseits mit Massnahmen im Inland und andererseits mit internationalen Kooperationen angegangen werden.

Anpassung an die Folgen des Klimawandels

Die Szenarien machen deutlich, dass die Schweiz in zunehmendem Ausmass in Anpassungsmassnahmen an die Folgen des Klimawandels investieren werden muss. Dies umfasst bauliche Massnahmen in städtischen Gebieten, welche von Hitzewellen besonders betroffen sind, Renaturierungen in Zusammenhang mit Hochwasserschutz, komplexe Infrastrukturbauten zum Schutz vor Bergstürzen, Lawinen, Erdrutschen etc. Diese sind teils sehr kostenintensiv und setzen teils lange Planungs- und Koordinationsphasen voraus. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig ein ganzheitliches Konzept für die Schweiz auszuarbeiten.

Erhalt der Ökosysteme

Die Szenarien machen die potenziell gravierenden Folgen eines Zusammenbruchs regionaler Ökosysteme sichtbar. In den Szenarien der geteilten Weltordnung und der regionalen Allianzen wirkt sich dieser direkt auf die regionale Ernährungssicherheit, die öffentliche Gesundheit sowie auch die wirtschaftliche Entwicklung aus. Als extremer Einfluss wurde im Szenarien-Raum zudem ein Kollaps von zentralen Biodiversitäts-Ressourcen wie tropischen Regenwäldern und küstennahen Feuchtgebieten angenommen. Die Konsequenzen dieses Kollapses sind für die überregionale und teils globale Ernährungssicherheit fatal. Anhand des extremen Einflusses «Globaler Zusammenbruch des Ökosystems» wird im Weiteren ersichtlich, dass die Versorgungssicherheit der Schweiz durch einen Kollaps der globalen Ökosysteme direkt bedroht sein kann. Obwohl im Szenarien-Raum kein schweizerisches Ökosystem kollabiert, bleibt daher der Erhalt der globalen und regionalen Ökosysteme für die Schweiz eine zentrale Herausforderung, die es anzugehen gilt.

Weitere Handlungsfelder

Die Schweiz in der Welt

Die Rolle der Schweiz als Sitzstaat zahlreicher multilateraler Organisationen sowie ihrer Neutralität kann sich stark verändern.

Sicherheit und Verteidigung

Die Stabilität des politischen Systems und der gesellschaftliche Zusammenhalt bleiben zentrale Grundlagen, die es zu sichern gilt.

Gesellschaftliche Kohäsion

Die Stabilität des politischen Systems und der gesellschaftliche Zusammenhalt bleiben zentrale Grundlagen, die es zu sichern gilt.

Technologie- und Wissensstandort Schweiz

Die Schweiz verfügt über gute Voraussetzungen, um in der Entwicklung ausgewählter Technologien eine globale Führungsrolle einzunehmen. Gleichzeitig werden Abhängigkeiten in bestimmten Technologiebereichen sichtbar.

Wirtschaftliche Prosperität

Als exportorientierte und global vernetzte Volkswirtschaft ist die Schweiz auf den Zugang zu internationalen Märkten angewiesen. Gleichzeitig beeinflussen globale Interdependenzen, branchenspezifische Dynamiken sowie die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen den Erfolg der Schweizer Wirtschaft.