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Methodologie der Szenarienerarbeitung

Die «Perspektiven Schweiz 2040» wurden mithilfe der Szenariotechnik erarbeitet. Diese ermöglicht es, eine Bandbreite möglicher Szenarien oder denkbarer Zukünfte zu betrachten (Szenarien-Raum). Dazu wurden jene Einflussfaktoren identifiziert, die gleichzeitig besonders starke Auswirkungen auf die Schweiz haben und deren zukünftige Entwicklung besonders ungewiss ist. Sie bilden die Grundlage für den Szenarien-Raum.

Eine bewährte Methode, um den Blickwinkel zu erweitern

Die Szenariotechnik ist eine etablierte Methode der Zukunftsforschung. Sie basiert auf wissenschaftlichen Grundlagen, aktuellen Fakten und Daten, der einschlägigen Literatur zu in den einzelnen Themenfeldern möglichen Entwicklungen sowie auf individuellen Einschätzungen von Expertinnen und Experten. Diese sind für die Erstellung der Szenarien unabdingbar.

Im Weiteren ist festzuhalten, dass die zentrale Idee der Szenariotechnik nicht darin besteht, das wahrscheinlichste Zukunftsszenario zu erstellen. Vielmehr soll sie es ermöglichen, eine Bandbreite möglicher Szenarien oder denkbarer Zukünfte zu betrachten (Szenarien-Raum).

Für die «Perspektiven Schweiz 2040» hat die Bundeskanzlei entschieden, einen Szenarien-Raum mit drei unterschiedlich ausgeprägten Szenarien zu entwerfen.

Bewusster Verzicht auf ein Referenzszenario

Die Bundeskanzlei hat entschieden, den Prozess ergebnisoffen zu führen und hat daher bewusst darauf verzichtet, ein Referenzszenario oder Idealbild zu skizzieren. Sämtliche Szenarien enthalten sowohl positive als auch negative Elemente und spiegeln somit die Logik der realen Welt. Jedes Szenario ist in sich stimmig, wobei aber oftmals auch eine andere Kombination der Ausprägungen denkbar wäre. Eine Aussage zur Eintretenswahrscheinlichkeit der einzelnen Szenarien ist aus methodischen Gründen nicht möglich. Da der Szenarien-Raum eine grosse Bandbreite von möglichen Zukünften abdeckt, bildet dieser in seiner Gesamtheit eine wertvolle Grundlage, um mögliche Handlungsfelder, Herausforderungen und Chancen zu identifizieren.

Zentrale Schlüsselfaktoren identifizieren

Von besonderem Interesse für die Szenariotechnik sind jene Einflussfaktoren, welche besonders starke und breite Auswirkungen auf die Zukunft der Schweiz haben können und deren zukünftige Entwicklung noch sehr unsicher ist. Diese Einflussfaktoren werden als «Schlüsselfaktoren» bezeichnet.

Einflussfaktoren mit starken Auswirkungen, deren Entwicklung im Untersuchungszeitraum aber relativ klar projizierbar sind (bspw. Demografische Alterung) wurden als Annahme allen Szenarien zu Grunde gelegt.

Zur Identifikation dieser Schlüsselfaktoren wurden in einem ersten Schritt gestützt auf einer Umfrage bei Expertinnen und Experten aus der Bundesverwaltung und der Wissenschaft sowie gestützt auf einer breiten Literaturstudie 46 Einflussfaktoren definiert, welche die Schweiz bis zum Jahr 2040 massgeblich prägen werden. Anschliessend wurden diese im Rahmen eines Workshops mit ausgewählten Expertinnen und Experten geordnet und bewertet.

Der Szenarien-Raum setzt mit der Begrenzung auf die neun wichtigsten Schlüsselfaktoren bewusst einen Fokus auf bestimmte Aspekte, wobei andere Aspekte nicht vertieft behandelt werden können. So werden u.a. gesellschaftspolitische Themen, die Energieversorgung, oder auch die Raumplanung nur implizit oder marginal thematisiert, obwohl diese für die Zukunft der Schweiz ebenfalls von grosser Bedeutung sind.

  • Perspektiven Schweiz 2040

    Wie kann sich die Schweiz auf eine unsichere Zukunft vorbereiten? Um sich auf unterschiedliche mögliche Entwicklungen vorzubereiten, werden alternative Zukunftsperspektiven systematisch durchdacht. Ein Szenarien‑Raum macht diese Entwicklungen sichtbar und leitet daraus übergreifende Handlungsfelder für die strategische Planung ab.