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Wirtschaftsszenarien

Der Bund erstellt periodisch langfristige Branchenszenarien, die als zentrale Grundlage für die potenzielle Entwicklung der Schweizer Wirtschaft und ihrer Struktur in der öffentlichen Planung dienen. Diese stellen eine gemeinsame Basis sicher und es ist entscheidend, dass sowohl diese Szenarien als auch jene der einzelnen Bereiche innerhalb der Bundesverwaltung konsistent sind. Zu diesem Zweck bietet die Begleitgruppe Wirtschaftsszenarien den betroffenen Verwaltungseinheiten eine Plattform für den Austausch zu den Szenarien.

Interdepartementale Begleitgruppe Wirtschaftsszenarien

Die Begleitgruppe setzt sich aus Benutzerinnen und Benutzern von ökonomischen Modellen aus verschiedenen interessierten Verwaltungseinheiten zusammen. Sie steht unter dem Vorsitz der Bundeskanzlei. Innerhalb der Bundesverwaltung bietet die Begleitgruppe eine Austauschplattform und fördert die Formulierung und Verwendung von gemeinsamen Hypothesen (z.B. Bevölkerungsszenarien, BIP-Prognosen) als Grundlage für die Entwicklung von Langzeitszenarien in den Verwaltungseinheiten.

Branchenszenarien anstelle von «Prognosen» als gemeinsame Basis

Die Entwicklung der Wirtschaftsbranchen wird in der Schweiz stark vom internationalen Umfeld, von der Politik und vom technischen Fortschritt beeinflusst. Diese Faktoren sind schwer vorhersehbar. Das Ziel besteht aber nicht darin, Prognosen aufzustellen, sondern verschiedene Szenarien nach dem Muster «wenn – dann» zu erarbeiten. Die Branchenszenarien stellen das mittel- und langfristige Wachstumspotenzial der Wirtschaft und ihrer Struktur dar. Ihre Entwicklung basiert auf Hypothesen aufgrund von rückblickenden Analysen, Annahmen zur makroökonomischen Entwicklung, grossen Trends und Einschätzungen von Fachleuten für die Gesamtwirtschaft und spezifische Sektoren. Der methodische Ansatz wird jeweils in den Berichten transparent dargestellt.

Diese Szenarien bilden in zahlreichen Bereichen der Bundesverwaltung die gemeinsame Grundlage für die Analyse und Planung und liefern die Angaben für sektorspezifische Szenarien, z. B. im Verkehrsbereich (Verkehrsperspektiven) oder im Energiebereich (Energieperspektiven). Sie werden regelmässig aktualisiert und jeweils auf der Website der Bundeskanzlei veröffentlicht.

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