Obsan - Erfahrungen mit Linked Open Data (LOD) im Rahmen des nationalen Ärztemonitorings

Das Projekt des Schweizerischen Gesundheitsobservatoriums (Obsan) untersucht die Nutzung von Linked Open Data (LOD) über die Lindas-Plattform. Ziel des Projekts ist die verbesserte Datenverbreitung und -wiederverwendung. Für die Fallstudie werden die Indikatoren des Projekts Nationales Ärztemonitoring genutzt. Das Projekt beschreibt die Schritte der Datentransformation und beleuchtet die Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, damit die Publikation der Daten auf Lindas aus LOD-Sicht möglichst grossen Nutzen bringt und eine optimale Wiederverwendung der Daten ermöglicht. Somit liefert das Projekt wertvolle Erkenntnisse für die Entwicklung künftiger LOD-Projekte im öffentlichen Sektor.

Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und der Bundeskanzlei führt das Obsan das Projekt Nationales Ärztemonitoring durch. Es ist webbasiert und führt mehrere Indikatoren zusammen, welche die Situation der Ärztinnen und Ärzte in der Schweiz beschreiben. LOD  dient als Instrument für die stärkere Verbreitung und die einfachere Wiederverwendung dieser Ergebnisse.Das Projekt erläutert zum einen den Prozess der Datentransformation in ein strukturiertes Format und die Publikation der Daten auf der Lindas-Plattform, einer nationalen technischen Infrastruktur, die vom Bundesarchiv betrieben wird. Zum anderen untersucht es das Potenzial von LOD für Indikatoren wie jene des Projekts Nationales Ärztemonitoring und für Organisationen wie das Obsan. 

Das Projekt soll andere öffentliche Organisationen dabei unterstützen, ihre strategische Ausrichtung gegenüber LOD zu klären, wenn sie ihre Daten auf der Lindas-Plattform des Bundes publizieren möchten. Drei Studienerkenntnisse sind besonders relevant.

  • Erstens gilt es die Rolle einer Organisation in ihrem Datenökosystem und die Datenschutzanforderungen zu berücksichtigen. Die Datenproduzenten sind in erster Linie dafür verantwortlich, dass ihre Daten unter Einhaltung der Datenschutzbestimmungen als LOD publiziert werden. Öffentliche Organisationen, die wie das Obsan, Analysen basierend auf bestehenden Daten erstellen, können ihre Analysen ebenfalls publizieren. Werden nur aggregierte Ergebnisse bereitgestellt, so schränkt dies die mögliche Verknüpfung von Datensätzen stark ein und verringert somit das Potenzial und den Mehrwert der LOD.
  • Zweitens sollte die Reife des Ökosystems rund um Lindas evaluiert werden. Im untersuchten Fall waren mehrere Dimensionen nicht verfügbar, da die Metadatenplattform I14Y des BFS noch nicht vollständig in Lindas integriert war. Die Daten liessen sich daher nicht optimal verknüpfen und konnten damit nicht vollständig genutzt werden.
  • Drittens gilt es bei der Einführung eines LOD-Projekts die notwendigen Ressourcen zu antizipieren, sei es durch den Erwerb spezifischer technischer Fähigkeiten innerhalb der Organisation oder durch die Berücksichtigung einer allfälligen Kostenbeteiligung für das Hosting und die Wartung von Lindas.

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