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Sprachpolitik und Mehrsprachigkeit

Sprachpolitik?

Von Sprachpolitik spricht man, wenn staatliche Massnahmen darauf abzielen, den Sprachgebrauch in irgendeiner Form zu steuern. Es lassen sich zwei Arten solcher Sprachregelungen unterscheiden:
Einerseits gibt es staatliche Regelungen, mit denen der Status bestimmter Sprachen festgelegt und damit ihr Anwendungsgebiet und ihre gesellschaftliche Funktion abgesteckt wird (sog. Sprachenpolitik). Die Schweiz etwa legt in Artikel 4 der Bundesverfassung fest, dass die Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch die schweizerischen „Landessprachen“ sind. Eine Landessprache ist eine Sprache, die in einem Staat als wesentlicher Bestandteil der eigenen Kultur gilt und dementsprechend rechtlich anerkannt ist und verwendet wird. Artikel 70 der Bundesverfassung definiert die „Amtssprachen“ der Schweiz, das heisst diejenigen Sprachen, die im Verkehr zwischen den Behörden sowie zwischen den Behörden und der Bevölkerung verwendet werden. Auf Bundesebene sind dies Deutsch, Französisch und Italienisch. Im Verkehr mit Personen rätoromanischer Sprache ist auch das Rätoromanische Amtssprache des Bundes.
Über diesen Bereich der schweizerischen Sprachpolitik geben die folgenden Seiten einen Überblick:
Andererseits umfasst die Sprachpolitik auch Sprachregelungen, mit denen eine bestimmte Art des (institutionellen) Sprachgebrauchs gefördert oder vorgeschrieben werden soll. Da die Sprache ein zentraler Faktor für die Teilhabe am politischen und gesellschaftlichen Leben ist, legt der schweizerische Staat grossen Wert auf eine verständliche Kommunikation und hat entsprechende Regeln erlassen. So sieht zum Beispiel das Sprachengesetz vor, dass amtliche Texte in einer sachgerechten, klaren, bürgerfreundlichen und geschlechtergerechten Sprache zu formulieren werden sollten (Art. 7 Abs. 1). Dies gilt für Rechtstexte genauso wie beispielsweise für Schreiben von Behörden an Private. Für die Darstellung und Formulierung amtlicher Texte gibt es daher genaue Qualitätsvorgaben. Informationen zu dieser Art von Sprachpolitik finden sich auf den folgenden Seiten:

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